Die wichtigsten Hochzeitsbräuche

Hochzeitsbräuche gehören am schönsten Tag im Leben einfach dazu. Wer auf eine traditionelle Hochzeit setzt, bei dem dürfen traditionelle Hochzeitsbräuche nicht fehlen - schließlich soll es ja der schönste Tag im Leben sein. Der Flirtspiegel verrät dir die beliebtesten Hochzeitsbräuche, damit deine Ehe mit Glück erfüllt wird.

Brautkleid:

Um Reinheit, Fröhlichkeit, Licht und Eleganz zu verkörpern, wird bei der Farbwahl des Brautkleides auf Weiß gesetzt. Das Kleid wird gemeinsam mit der Mutter oder einer Freundin der Braut gekauft und darf vor der Hochzeit nicht vom Bräutigam gesehen werden. Am Hochzeitstag darf die Braut erst in den Spiegel sehen, wenn sie komplett gekleidet ist.

Brautschuhe:

Die Brautschuhe werden von ersparten Cent-Münzen der Braut gekauft und damit auch bezahlt. Dies soll die Sparsamkeit der Braut symbolisieren. Zudem soll die Braut während der Trauung eine Cent-Münze in ihrem Schuh tragen, als Zeichen des Wohlstandes, um keine Geldsorgen in der Ehe zu haben. Während der Hochzeitsfeier wird ein Schuh der Braut entwendet und unter den Gästen „versteigert“. Das Höchstgebot muss beim Bräutigam liegen, welcher den Schuh und das bis dahin gesammelte Geld erhält und ihn der Frau zurückgibt. Die Einnahmen bleiben bei den Eheleuten.

Junggesellenabschied:

Der Junggesellenabschied wird getrennt gefeiert. Die Freunde des Bräutigams bzw. die Freundinnen der Braut planen und organisieren dieses „Event“, welches ca. zwei bis drei Wochen vor der Hochzeit stattfindet. An diesem Tag wird der Bräutigam bzw. die Braut von den Freunden abgeholt und meist in ein Kostüm oder ähnliches gekleidet. Gemeinsam zieht man dann durch die Stadt und die Frau bzw. der Mann muss einige Aufgaben erledigen. Kurz: Der Junggesellenabschied dient dazu, dass man das Junggesellendasein noch einmal so richtig auslebt, bevor man den Bund der Ehe schließt.

Polterabend:

Der Polterabend findet einen Tag vor der Hochzeit vor dem Haus der Brauteltern oder der Braut selbst statt. Hierfür wird der Termin offiziell verkündet, allerdings keine Person einzeln eingeladen. Das Brautpaar stellt etwas Verpflegung zu Verfügung und die Gäste bringen Porzellan o. ä. mit. Dies ist auch der Höhepunkt des Abends: Das mitgebrachte Porzellan wird auf den Boden geworfen, um dem Paar ein Gelingen der Ehe zu wünschen, denn Scherben bringen bekanntlich Glück und der Lärm soll böse Geister vertreiben. Zu beachten ist dabei, dass weder Glas noch Spiegel zerbrochen werden. Glas steht für Glück, wird dieses zerbrochen, bringt es Pech und Spiegelscherben stehen im Allgemeinen für 7 Jahre Pech.

Die Nacht vor der Hochzeit soll getrennt gefeiert werden. Im Volksmund bedeutet es Unglück, wenn das Brautpaar die Nacht vor der Eheschließung gemeinsam verbringt.

Etwas Altes, etwas Neues…

Ein aus England stammender Brauch besagt, dass die Braut am Hochzeitstag etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues tragen soll.

  • Alt wie die Welt: Etwas Altes steht für das Leben der Frau vor der Ehe. Das können beispielsweise geerbte Schmuckstücke sein.
  • Neu wie der Tag: Etwas Neues als Symbol für das neue, gemeinsame Leben. Hierfür kann man einfach das Brautkleid nehmen, sofern es neu gekauft wurde.
  • Geliehen wie das Leben: Die Braut leiht sich etwas von einer Freundin, welche selbst glücklich verheiratet ist. Es soll für Glück und Freundschaft in der Ehe stehen.
  • Blau wie die Treue: Als Zeichen der Treue muss die Frau etwas Blaues tragen. Meist wird hierfür ein blaues Strumpfband verwendet.

Brautvater:

Üblicherweise übergibt der Brautvater die Braut dem Bräutigam. Es symbolisiert die Liebe zwischen Vater und Tochter und das Vertrauen in den Ehemann.

Brautstrauß:

Der Brautstrauß wird vom Bräutigam ausgesucht und gekauft und überreicht diesen der Braut kurz vor der Trauung.
Am Ende der Feier versammeln sich alle unverheirateten Frauen und die Braut stellt sich mit dem Rücken zu ihnen, um den Strauß zu werfen. Diejenige, die ihn fängt wird laut Brauch als Nächste heiraten.

Hochzeitstorte:

Die Hochzeitstorte darf nicht von der Braut selber gebacken werden, da dies Unglück bringen soll. Sie muss vom Paar gemeinsam angeschnitten werden, um den Zusammenhalt und die Einigkeit zu symbolisieren.

Über die Schwelle tragen:

Um böse Dämonen von der Braut fernzuhalten, ist es Brauch, dass der Mann seine Frau nach der Hochzeit über die Türschwelle der gemeinsamen Wohnung trägt.

Wer sein Glück - vielleicht sogar beim Online Dating? - gefunden hat und den schönsten Tag im Leben plant, kann sicher den einen oder anderen schönen Hochzeitsbrauch mit in die Feierlichkeiten einfließen lassen.