Deutsche Singles wollen nicht alleine sein

Deutsche Singles wollen nicht alleine sein.In Deutschland gibt es immer mehr Singlehaushalte und das, obwohl sich Singles kaum etwas sehnlicher wünschen, als eine Partnerschaft. Das bestätigte jüngst eine Studie der Partnervermittlung Parship.

Aktuell ist fast jeder fünfte in Deutschland Single. Mehr als die Hälfte der Studien-Teilnehmer glaubt, dass dieser Trend in Zukunft noch steigen wird. Aus Überzeugung sind allerdings die wenigsten Single. Laut der repräsentativen Umfrage von Parship sehnt sich die große Mehrheit (83 %) nach einer festen Partnerschaft. Zwei Drittel der Befragten sind sich sicher, dass man in einer Partnerschaft gesünder lebe. Drei Viertel glauben zudem, dass Paare insgesamt glücklicher sind als Singles. Die Einstellung gegenüber einer festen Beziehung ist entsprechend positiv. Zudem ist der Anteil der glücklichen Paare deutlich höher als der der glücklichen Singles. Ein eindeutiges Ergebnis.

Deutsche sorgen sich

Die Studie von Parship macht zudem deutlich, dass die Befragten sich wegen der steigenden Zahl an Singles in Deutschland besorgt zeigen. Partnerschaften stellen bei den Befragten nicht nur für den Einzelnen etwas Erstrebenswertes dar, sondern sind auch ein zentraler und wichtiger Aspekt für eine stabile und zukunftsfähige Gesellschaft. So seien in Deutschland Altersarmut, Wohnungsmangel und die hinzukommende Überalterung der Gesellschaft die aktuell größten Herausforderungen. Die drei Problemlagen würden durch die steigende Zahl an Alleinstehenden zusätzlich verschärft. Dem demografischen Wandel könne man zudem am besten durch intakte Partnerschaften entgegenwirken. Denn: Nach wie vor werden die meisten Kinder in intakte Familien hineingeboren.

Wieso gibt es so viele Singles?

Bleibt die Frage: Weshalb gibt es immer mehr Singles in Deutschland? Darüber gibt die Umfrage leider keine Auskunft. Immer öfter hört man aber, dass die steigende Auswahl auf dem „Singlemarkt“ auch mit umso höheren Ansprüchen an potenzielle Partner einherginge. Vielleicht trifft der Begriff der „Wegwerfgesellschaft“ inzwischen nicht mehr nur auf Materielles zu. Wo eine große Auswahl herrscht, herrscht auch der Gedanke: Es könnte noch etwas Besseres geben! Ein Gedanke, der immer mehr dazu verleitet, eine prinzipiell intakte Partnerschaft aufzugeben. Viel zu schnell gibt man eine Beziehung auf, weil man gerade eine schwierige Phase durchlebt.

Wir finden: Wer sich für eine Partnerschaft entscheidet, sollte sich von schwierigen Situationen nicht gleich abschrecken lassen, sondern sie überwinden. Eine Beziehung ist immer auch mit Kompromissen und gegenseitiger Rücksichtnahme verbunden. Jeder weiß wohl, dass er selbst nicht perfekt ist. Und genau aus diesem Grund sollte man diesen Anspruch auch nicht an sein Gegenüber stellen.